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Industrielles Großprojekt: Synthetisches Gas aus Brunsbüttel

Brunsbüttel, 15.10.2019 – In Brunsbüttel soll das weltweit erste industrielle Großprojekt zur Herstellung synthetischer Gase entstehen. Zunächst wird der Windstrom genutzt, um in einer riesigen Elektrolyse-Anlage aus Leitungswasser Wasserstoff und Sauerstoff zu erzeugen. Der Wasserstoff wird dann mit Kohlendioxid versetzt, der aus den Abgasen benachbarter Industrieanlagen gewonnen werden kann. Am Ende entsteht ein Methangas, das von Erdgas nicht mehr zu unterscheiden ist. Ein Konsortium von ARGE Netz, MAN Energy Solutions und Vattenfall hat dazu das Projekt HySynGas auf den Weg gebracht.

„Die Innovationspartner gehören damit, wie auch das Reallabor in Heide, zu den Gewinnern des Ideenwettbewerbs ‚Reallabore der Energiewende‘, deren Vorhaben deren Vorhaben zu einem erheblichen Teil von der Bundesregierung mit Fördermitteln unterstützt wird“, erklärte Volker Jahnke von der egeb: Wirtschaftsförderung beim jüngsten Energieforum in Brunsbüttel, das mit mehr als 70 fachlich versierten Teilnehmern sehr gut besucht war.

Zunächst erläuterte Arne Jacobsen von der Vatenfall Europe Innovation GmbH die wissenschaftlichen Grundlagen des Großprojekts. Zwar lässt sich der mithilfe der Windkraft und der Elektrolyse gewonnene Wasserstoff auch direkt zur Energiegewinnung einsetzen, jedoch ist das Volumen des Gases so hoch, dass herkömmliche Tanks bei weitem nicht ausreichen, um zum Beispiel in einem LKW eingesetzt werden zu können. Das Problem kann jedoch über den Umweg der Erzeugung von Methangas für Verbrennungsmotoren gelöst werden. Außerdem lässt sich dabei das umweltschädliche Kohlendioxid (CO2) einsetzen, das bei Verbrennungsvorgängen in anderen Industrieanlagen ohnehin entsteht.

Anschließend ging Levke Belz von der ARGE Netz GmbH & Co. KG auf die konkreten Pläne in Brunsbüttel ein. Im Rahmen von HySynGas (Hydrogen and Synthetic Natural Gas) ist für Brunsbüttel eine 50-Megawatt-Elektrolyseanlage geplant, die etwa 20 Tonnen Wasserstoff täglich erzeugt und damit täglich bis zu 110 Tonnen CO2 einspart. Daraus entsteht dann das synthetische Erdgas (SNG), das in allen Anwendungen eingesetzt werden kann, die auf die Verbrennung von Erdgas basieren. Dazu gehört der Antrieb von Bussen oder Schiffen. Auch ein Rückverstromung oder Wärmegewinnung sind möglich.

Das ambitionierte Projekt, das einen dreistelligen Millionenbetrag kosten wird, soll in Brunsbüttel angesiedelt werden, weil dort die Infrastruktur stimmig ist. Dazu gehören die Windkraft, der Knotenpunkt der Westküstenstromtrasse und die Industriebetriebe vor Ort. „Wir wollen damit die technische Führungsposition im Bereich Power-to-Gas absichern und ausbauen. Außerdem leisten wir damit einen Beitrag zur CO2-Reduzierung“, so Levke Belz.

Bei der abschließenden Diskussion verdeutlichte die Referentin zudem, dass das Großprojekt nicht „auf Biegen und Brechen“ umgesetzt werde. Die Anlage entstehe erst dann, wenn zu erwarten ist, dass sie wirtschaftlich betrieben werden könne.

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