16.05.19

Büsum soll zu einem wichtigen Umschlagplatz für Kies werden

Kategorie: Nachrichten, Archiv

Zufriedene Gesichter nach der Unterzeichnung der Erklärung (v. li.): Tom Brodersen, Olaf Timm und Hafenkoordinator Jens Korte. (Fotos: Kienitz/egeb)

Husumer und Nindorfer Unternehmen unterzeichnen „Letter of intent“ / Fläche von 6000 Quadratmeter soll im Nordseehafen für Seekiesumschlag genutzt werden

Büsum/Nindorf/Husum, 16.05.2019 – Die Entwicklung des Büsumer Hafens geht zügig voran. Als jüngstes Projekt ist die regelmäßige Anlandung von Seekies für die Bauwirtschaft beabsichtigt. Dabei soll eine Fläche von 6000 Quadratmeter für den Umschlag des Schüttguts genutzt werden. In der Fol-ge soll der Kies aufbereitet und im Tief,- Straßen- und Hochbau verwendet werden. Das zumindest sieht eine Kooperationsabsicht vor, die Tom Brodersen von der Wilhelm E. F. Schmid GmbH, Husum, und Olaf Timm von der Otto Timm Kies- und Grandgruben, Fuhrunternehmen GmbH & Co KG, Nindorf, im Forschungs- und Technologiezentrum mariCUBE unterzeichneten.

„Mit dem Vorhaben kommen wir bei der Entwicklung des Hafens ein wichtiges Stück voran. Diese Kooperationsabsicht bietet außerordentlich gute Vo-raussetzungen, um die positive Umschlagsentwicklung des vergangenen Jahres fortzusetzen“, erläuterte Hafenkoordinator Jens Korte von der egeb: Wirtschaftsförderung. Angesichts des knapper werdenden groben Kies und des anhaltenden Baubooms sei ein steigender Umschlag des wertvollen Baustoffs zu erwarten. Ziel des Vorhabens ist die verlässliche Versorgung der schleswig-holsteinischen Bauunternehmen mit Rohstoffen. Der Bezug dieses Materials über den Seeweg stellt für die Unternehmen eine wirtschaftlich attraktive Alternative dar.

Die Absichtserklärung der beteiligten Unternehmen („Letter of intent“) ist zustande gekommen, weil der Kies in den erschlossenen Gruben Schleswig-Holsteins knapp wird und sich gleichzeitig Genehmigungsverfahren zur Erschließung neuer Kiesgruben aufgrund des Naturschutzes und anderer Vorgaben über Jahre hinziehen können. Der Bedarf an hochwertigem, grobkörnigem Material kann also nur noch durch Importe, unter anderem Seekies, gedeckt werden.

Den Umschlag des Baumaterials wollen die beiden beteiligten Unternehmen übernehmen. Das mittelständische Husumer Traditionsunternehmen Wil-helm E. F. Schmid stellt dabei als Schiffsmakler und Reederei das seeseiti-ge Know-how zur Verfügung. Zur eigenen Flotte zählen mittlerweile 14 Frachtschiffe in der Größenordnung 1.000 bis 3.800 Tonnen und einer Gesamtkapazität von mehr als 30.000 Tonnen. Darüber hinaus werden jedoch auch Schiffe von Partnern eingesetzt.

Die Landseite übernimmt dann das Unternehmen Otto Timm. Der Schwerpunkt des Unternehmens ist die Produktion von Sanden und Kiesen für den Tief-, Straßen- und Hochbau in eigenen Kieswerken sowie der Vertrieb die-ser Produkte im südwestlichen Schleswig-Holstein.