21.02.19

Waren und Dienstleistungen in der digitalen Welt

Kategorie: Nachrichten, Archiv

Prof. Dr. Winfried Krieger vom „Mittelstand 4.0 - Kompetenzzentrum Kommunikation“ zeigte die Schritte auf, die Unternehmen auf dem Weg zur Digitalisierung gehen können. (Foto: egeb)

egeb-Forum: Wirtschaft in Meldorf / Prof. Winfried Krieger: Wie sich die Produktivität durch Digitalisierung steigern lässt

Meldorf, 21.02.2019 – Ob vermietete Möbel, Abonnements für Software oder Buchungsplattformen für Hotels – die Digitalisierung ist auf dem Vormarsch und verändert das Wirtschaftsleben. Moderne Technologien erlauben neue Geschäftsmodelle, bei denen konkrete Waren oder Dienstleistungen mit der IT-Welt verknüpft werden. Beim jüngsten Forum der egeb: Wirtschaftsförderung im Meldorfer Centrum für Angewandte Technologien zeigte Prof. Dr. Winfried Krieger vom „Mittelstand 4.0 - Kompetenzzentrum Kommunikation“ Wege auf, wie sich die Digitalisierung auf Unternehmen auswirken kann.

„Bevor Unternehmen den nächsten Schritt in diese Richtung gehen, sollten sie jedoch zunächst die vorhandenen Prozesse durchleuchten und verbessern. Schlecht durchdachte Arbeitsweisen werden durch den Einsatz von modernster Technik nicht besser“, gab der Referent zu bedenken. Darüber hinaus plädierte Prof. Krieger dafür, erst auf die Potenziale der Digitalisierung zu schauen und dann die Themen Datenschutz und -sicherheit anzugehen, um mögliche Verbesserungen nicht durch Abwehrmechanismen von vornherein zu verhindern.

Als Beispiele für Digitalisierungsbausteine nannte der Experte unter anderem den Einsatz von Künstlicher Intelligenz, Cloud Computing, Big Data und Automatisierung. „Bislang wurden diese Themen vor allem in großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern thematisiert, mittlerweile sind jedoch alle diese Aspekte auch in kleinen und mittelständischen Betrieben äußerst relevant“, erläuterte Prof. Krieger und sprach sich dafür aus, in kleinen, kontinuierlichen Schritten vorzugehen, und zwar unter der Fragestellung: „Was ist der kleinstmögliche Veränderungsschritt, den Sie bis Ende des Monats umgesetzt haben werden?“

Grundsätzlich hängen entsprechende Veränderungen nach Ansicht des Referenten vor allem von der Führung eines Unternehmens ab. Dabei gebe es zwei Probleme: „Erfahrungen mit dem Alten“, die dem Neuen im Wege stünden, und „Vergessen des Neuen“, was es erforderlich macht, immer wieder neue Impulse zu setzen

Zum Abschluss warb Prof. Krieger dafür, sich beim Thema Digitalisierung Unterstützung ins Haus zu holen. Dabei hilft die Initiative Mittelstand-Digital des Bundeswirtschaftsministeriums, die kleine und mittlere Unternehmen über die Chancen und Herausforderungen der Digitalisierung informiert. Zusätzlich gibt es zwei Förderprogramme, über die jeweils ein erheblicher Teil der Kosten abgedeckt werden kann: das vom Bundeswirtschaftsministerium aufgelegte „go-digital“ und die Initiative „unternehmensWert:Mensch“ des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales.

Wer mehr über die beiden Programme erfahren möchte, kann sich an die egeb wenden. Das machte Wirtschaftsförderer Jörg Peter Neumann abschließend deutlich und verwies auf die Experten in Dithmarschen und Steinburg.