24.01.19

100. „Camp“ für Existenzgründer/-innen in Meldorf

Kategorie: Nachrichten, Archiv

Melanie Fast, Stefanie Hein und Martina Hummel-Manzau freuen sich über den nachhaltigen Erfolg, den sie mit ihren Gründungscamps erzielt haben. (Foto: Kienitz/egeb)

Komprimiertes Wissen in drei Wochen / Mehr als 1300 Teilnehmer in 13 Jahren / Knapp 1000 Arbeitsplätze geschaffen

Meldorf, 24.01.2019 – Jubiläum im Meldorfer Centrum für Angewandte Technologien (CAT): Zurzeit läuft das 100. Gründercamp für Teilnehmer/-innen, die auf dem Weg in die Selbstständigkeit vorbereitet werden. Und auch diesmal werden voraussichtlich wieder etwa 60 Prozent der Absolventen die Gründung einer eigenen Existenz tatsächlich schaffen. „Damit sind die Gründungscamps als Qualifizierungsmaßnahme ein wichtiges Instrument der Arbeitsförderung. Außerdem entstehen Arbeitsplätze, die für die Region von großer Bedeutung werden können“, erläutert CAT-Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau.

In jährlich sechs Kursen haben seit 2005 insgesamt etwa 1300 potenzielle Existenzgründer, die arbeitslos beziehungsweise nicht erwerbstätig waren, das Qualifizierungs- und Beratungsangebot durchlaufen und 1000 Arbeitsplätze geschaffen. Unter den Absolventen gibt es Tierärzte und Künstler, Handwerker und Kaufleute, aber auch andere weitere kreative Menschen, die sich mit einer eher ungewöhnlichen Idee selbstständig gemacht haben. Dazu gehören zum Beispiel ein Institut für Tierbestattungen, ein „Haus der Musik“ oder auch die Angebote eines mobilen Steinmetzes. „Wir sorgen in erster Linie dafür, dass die Gründer einen realistischen und vor allem unternehmerischen Blick auf die eigene Geschäftsidee bekommen. Der hilft ihnen besonders bei der Aufstellung eines Businessplans, der jeder Gründung vorausgehen sollte“, erklärt Projektleiterin Stefanie Hein.

Sowohl das Konzept als auch die Inhalte der Kurse wurden immer wieder an die modernen Erfordernisse angepasst. Mittlerweile verfügt das CAT über einen Stamm von Dozenten und Experten. Einige sind bereits seit 2005 dabei, andere stoßen erst in diesem Jahr dazu. Zu den jüngsten Herausforderungen gehört die Überwindung von Sprachbarrieren, denn auch Menschen mit Migrationshintergrund durchlaufen die Camps. Zurzeit stammt etwa ein Fünftel aus Ländern, in denen nicht deutsch gesprochen wird. Insofern hat das Projekt einen integrativen Charakter bekommen, der bei den ersten Planungen noch gar nicht absehbar war.

Inhaltlich setzen sich die Teilnehmer im Alter von unter 30 bis über 50 Jahren zum Beispiel mit der Kalkulation von Preisen, mit Marketing und Buchführung, aber auch mit rechtlichen Themen und steuerlichen Grundlagen auseinander. „Neben den fachlichen Aspekten bemühen wir uns auch darum, die unternehmerische Persönlichkeit der Teilnehmer zu stärken. Immerhin ist eine Selbstständigkeit etwas mehr, als nur einen guten Job zu machen“, berichtet Melanie Fast, die für die Teilnehmer als Ansprechpartnerin im CAT zur Verfügung steht.

Wer nicht erwerbstätig ist und sich mit dem Gedanken einer Selbstständigkeit anfreunden kann, hat beim nächsten Gründungscamp ab dem 4. März Gelegenheit, seine Kenntnisse zu erweitern. Kontakt: Kornelia Wagner, Tel.04832/996-125, wagner(at)cat-meldorf.de.

Ein „Ableger“ des Gründungscamps ist das Grow-up-Seminar für alle Interessierten, die sich zum Beispiel nebenberuflich zu ihrer Anstellung selbstständig machen wollen. Ihnen wird nach Feierabend und an den Wochenenden ein komprimiertes Programm angeboten, das die wesentlichen Inhalte des Gründungscamps umfasst und die Teilnehmer auf die Existenzgründung vorbereiten.