20.11.18

egeb und IHK unterstützen Elektrifizierung der Bahnlinie bei Brunsbüttel

Kategorie: Nachrichten, Archiv

Schienenstrang in Brunsbüttel - die Güterzugverbindung nach Wilster ist mittlerweile in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden. (Foto Kienitz/egeb)

Aufnahme in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans / Vorhaben möglichst schnell umsetzen / Arbeitsgruppe für Studie über potenzielle Auslastung der Strecke begleitet Höherstufung

Brunsbüttel, 20.11.2018 – Die egeb: Wirtschaftsförderung und die IHK zu Flensburg haben die Aufwertung der Bahnlinie Wilster-Brunsbüttel grundsätzlich begrüßt. Die Elektrifizierung der Strecke ist mittlerweile in den Vordringlichen Bedarf des Bundesverkehrswegeplans aufgenommen worden. „Damit ist zunächst einmal die Grundvoraussetzung für einen Ausbau der Bahnanbindung des Industriegebiets erreicht worden“, erläuterte Roy Kühnast, Logistikexperte der egeb. „Wir danken dem Bundestagsabgeordneten Mark Helfrich und dem schleswig-holsteinischen Wirtschaftsministerium für ihren Einsatz zugunsten der Höherstufung“, ergänzte Thomas Bultjer, Leiter der IHK-Geschäftsstelle.

Die grobe Planung sieht eine Elektrifizierung der Bahnstrecke von Wilster bis Landscheide vor. Dort soll ein Übergabebahnhof entstehen, auf dem sich längere Züge zusammenstellen lassen. Die einzelnen Waggons werden weiterhin mit Dieselloks von den Industriebetrieben zum neuen Bahnhof gebracht.

Die Aufnahme der Maßnahme in den Vordringlichen Bedarf ist keineswegs mit Planungs- oder Kostenzusagen verbunden. Zuvor muss vor allem die jetzige und künftige Auslastung der Güterstrecke geprüft beziehungsweise prognostiziert werden. Die egeb organisiert daher einen Arbeitskreis unter Leitung von Mark Helfrich, der eine entsprechende Studie vorbereitet und die Höherstufung des Vorhabens begleitet. Eingebunden sind die Unternehmen des ChemCoastParks, die IHK zu Flensburg, der Unternehmensverband Unterelbe-Westküste sowie die Kreise Dithmarschen und Steinburg.

„Damit wollen wir den möglichen Ausbau mit verlässlichen Daten und Entwicklungsszenarien unterstützen. Wichtig ist jetzt, die begonnenen Arbeiten fortzusetzen, damit die bislang nur groben Pläne nicht einfach wieder in einer Schublade verschwinden“, gibt egeb-Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau zu bedenken.

Weitergehende Studien in Abstimmung mit dem Verkehrsministerium des Landes Schleswig-Holstein könnten sich zum Beispiel mit der Frage beschäftigen, ob eine weitergehende Elektrifizierung in eingeschränkter Form über die Werksgelände möglich ist. Immerhin, darin sind sich egeb und IHK einig, wäre das „Herausfallen“ des Elektrifizierungsvorhabens aus dem Bundesverkehrswegeplan sehr problematisch für den Wirtschaftsstandort geworden. Ein erneuter Anlauf und dann Umsetzungszeiträume von bis zu zehn Jahren hätten jede Realisierung in weite Ferne gerückt. Die Devise müsse daher jetzt lauten: Dran bleiben!