30.07.18

„Meilenstein“ beim Ausbau der B5

Kategorie: Nachrichten, Archiv

Gemeinsam heben die Bürgermeister Klaus Krüger (Bekmünde, links) und Peter Rakowski-Dammann aus (Heiligenstedten, 2.v.li.), Roy Kühnast von der egeb: Wirtschaftsförderung und Kai-Uwe Schacht (re.), Itzehoer Niederlassungsleiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr, die Umleitung auf und geben den Verkehr auf der B5 wieder frei. (Foto: Kienitz/egeb)

Umleitung aufgelöst – Verkehr wieder freigegeben / Dreistreifiger Ausbau schreitet voran / Ausbaustrecke mit vorübergehenden Tempolimit

Itzehoe/Bekdorf, 30.07.2018 – Auf der Bundesstraße 5 rollt der Verkehr wieder. Pünktlich zum anvisierten Zeitpunkt wurde das vollgesperrte Teilstück zwischen Heiligenstedten bei Itzehoe und Bekdorf nach gut vier Monaten wieder freigegeben. „Das ist ein wesentlicher Meilenstein beim dreistreifigen Ausbau der B5. Wir sind froh, dass die Arbeiten termin- und damit fristgerecht abgeschlossen werden konnten“, erklärte Kai-Uwe Schacht, Itzehoer Niederlassungsleiter des Landesbetriebes Straßenbau und Verkehr (LBV.SH). „Das ist eine deutliche Erleichterung für die betroffenen Gemeinden, aber auch für die Logistikunternehmen, die Brunsbüttel anfahren“, ergänzte Roy Kühnast von der egeb: Wirtschaftsförderung, die die Kommunikation der Bauarbeiten mit den Betrieben der Region sowie nach außen übernommen hatte.

Doch auch bei rollendem Verkehr gehen die Ausbauarbeiten weiter. Bislang sind nur zwei der drei geplanten Streifen befahrbar. Bevor auch der dritte Streifen freigegeben werden kann, müssen noch Zäune versetzt, aufwendige Entwässerungsanlagen und Vorflutleitungen errichtet sowie drei Regenrückhaltebecken saniert beziehungsweise neu hergestellt werden. Im Juni 2019 erfolgt dann eine weitere, aber diesmal nur dreiwöchige Vollsperrung der 9,7 Kilometer langen Strecke. Dann sollen die Betongleitwände abgebaut, die Schutzschicht abgefräst und die Deckschicht im voller Breite aufgebracht werden. „Wir erreichen damit eine bessere Qualität, weil es ansonsten Nahtstellen gäbe, die als Schwachstellen auf dem Asphalt angesehen werden“, erläuterte Iris Dautwitz, Bereichsleiterin Straßenbau beim LBV.SH, Niederlassung Itzehoe. Zum Abschluss werden wieder Leitplanken und Schilder aufgestellt sowie die Markierungen aufgebracht.

Seit dem 19. März war der Verkehr über zwei Strecken umgeleitet worden. Der LKW-Verkehr sollte über die Autobahn 23 via Meldorf und Marne nach Brunsbüttel erfolgen. Die weitaus größere Belastung betraf jedoch die Gemeinden Bekmünde und Heiligenstedten. „Wir sind sehr froh, dass die Umleitung jetzt pünktlich aufgehoben werden konnte. In den vergangenen Monaten haben wir festgestellt, was für ein Geschenk eine Umgehungsstraße für eine Gemeinde sein kann“, sagte Bürgermeister Peter Rakowski-Dammann aus Heiligenstedten.

Die Bauarbeiten sind Teil des dreistreifigen Ausbaus der B5 zwischen Itzehoe und Wilster mit geschätzten Gesamtkosten in Höhe von 36 Millionen Euro. Statt der bisherigen Breite von 8 Metern werden große Teile der Strecke dann 12,50 Meter breit sein. Je Fahrtrichtung stehen abwechselnd ein oder zwei Streifen zur Verfügung. Ausnahmen sind einige Brücken, deren Verbreiterung sich als zu kostenintensiv erwiesen. Nötig geworden war der Ausbau aufgrund des stetig steigenden Verkehrs zwischen Itzehoe beziehungsweise der Anschlussstelle der A 23 und Brunsbüttel. Waren es 2015 noch zwischen 8.300 LKW und 13.600 Kraftfahrzeuge, die dort täglich gezählt wurden, so werden für das Jahr 2025 zwischen 12.700 und 23.200 PKW und LKW prognostiziert.

Der Straßenbau ist in der Marschenlandschaft mit besonderen Herausforderungen verbunden, da der Baugrund wenig tragfähig ist und auch die Nebenstraßen oft gewichtsbeschränkt sind. Folglich wurden bereits im Vorfeld große Mengen Sand aufgebracht, so genannte Vorbelastungen, um die Sackungen und die damit verbundene Verdichtung des Untergrunds vorwegzunehmen. Genau so wird es auch auf den nächsten Ausbaustufen weitergehen. Bis Juni 2019 sollen die ersten Vorbelastungen im Bereich der Ab-fahrt Dammfleth vorgenommen werden. Zuvor gibt es voraussichtlich ab Februar 2019 die europaweite Ausschreibung der restlichen Bauabschnitte, mit denen im Herbst 2019 begonnen werden soll. Die Komplettfertigstellung ist für Ende 2021 vorgesehen. Den Zuschlag für die Bauarbeiten zwischen Heiligenstedten und Bekdorf hatte die Depenbrock Bau GmbH & Co. KG unter der Bauleitung von Stefan Breitkopf erhalten.