19.08.19

Fenster und Türen aus Dägeling:

Category: Nachrichten, Archiv

rekord-Geschäftsführer Robert Kitzmann (re.) erklärte Landrat Torsten Wendt (li.) sowie Christian Holst und Martina Hummel-Manzau von der egeb: Wirtschaftsförderung die Produktion von speziellen Fenstern. (Foto: Kienitz/egeb)

27.000 Elemente pro Jahr – individuell gefertigt Landrat Torsten Wendt besucht rekord Fenster und Türen / Unternehmen mit 240 Mitarbeitern

Dägeling, 19.08.2019 – Mehr als 27.000 Elemente verlassen jährlich das Werk von rekord Fenster und Türen. Dabei werden alle Teile individuell gefertigt – vom kleinen Kellerfenster bis zu großen Schiebe-türen für imposante Bürokomplexe. „Wir setzen bei jedem Produkt auf hohe Qualität, denn jede Tür und jedes Fenster soll möglichst 40 Jahre oder länger halten“, erklärte Geschäftsführer Robert Kitzmann anlässlich eines Unternehmensbesuchs von Landrat Torsten Wendt sowie egeb-Geschäftsführerin Martina Hummel-Manzau und Wirtschaftsförderer Christian Holst in Dägeling.

Mit 240 Mitarbeitern, darunter etliche Auszubildende, zählt rekord zu den größeren mittelständischen Unternehmen im Kreis Steinburg. Die Produktion der Fenster und Türen findet in mehreren Hallen auf dem 30.000 Quadratmeter großen Gelände im Dägelinger Gewerbegebiet statt. Von dort aus werden die exakt gefertigten Bauteile in überwiegend eigenen LKWs zu den Handelspartnern oder direkt zu den Baustellen im Norden und Westen Deutschlands gebracht.

Das Familienunternehmen, das in diesem Jahr seinen hundertjähriges Bestehen feiern konnte, produziert mittlerweile wieder vermehrt auch Fenster und Türen aus hochwertigem Holz. Bei der Lackierung dieser Bauteile wird jedoch mittlerweile ein Roboter, vergleichbar mit denen aus der Automobilindustrie eingesetzt, erfuhr der Landrat bei der abschließenden Besichtigung des Betriebes. Durch die neue Technik wird nicht nur eine gleichbleibend hohe Qualität erreicht, auch der Gesundheitsschutz für die Mitarbeiter konnte verbessert werden.

Grundsätzlich setzt Robert Kitzmann, der vor einem Jahr die Nachfolge seines Vaters antrat, auf Digitalisierung und auf eine hohe IT-Kompetenz im eigenen Haus. Daher werde zurzeit an einer Internetplattform gefeilt, die sowohl Handelspartnern, als auch Endkunden die Bestellung von Produkten erleichtern werde. „Im Wettbewerb mit den Fensterherstellern aus Osteuropa sehen wir uns dabei vor allem als Dienstleister mit hochwertiger Produktion“, so der Firmenchef.

Darüber hinaus bietet rekord im Gegensatz zu vielen Mitbewerbern auch die Montage der Fenster und Türen beim Endkunden an. Für den Direktvertrieb sind diverse Ausstellungen im norddeutschen Raum eingerichtet worden, die eine Beratung der Kunden vor Ort ermöglichen. Verantwortet wird dieser Unternehmenszweig von Markus Tulinius.

Im Gespräch mit dem Landrat und den steinburger Wirtschaftsförderern wurde auch das Thema Fachkräftemangel angesprochen. Dabei setzt das Dägelinger Unternehmen auch auf Ausbildung. Die Ausbildungsquote liegt jährlich zwischen zehn und 15 Prozent, wobei die überwiegende Mehrheit der Azubis übernommen wird. Wichtig sei zudem, ein ansprechendes Arbeitsumfeld mit guter Technik und Martina Hummel-Manzau wies in diesem Zusammenhang noch einmal auf die MINT-Programme hin, die junge Mädchen für technische Berufe begeistern sollen.