15.03.18

Zehn Jahre Starthilfe für Existenzgründer

Kategorie: Nachrichten, Archiv

Gute Kontakte auch ein Jahr nach der Existenzgründung: Jörg Stelling und Iris Kersting (re.) von „energie 4.0“ sowie Stefanie Hein vom Projekt: Startbahn. (Foto: Kienitz/egeb)

Mehr als 1000 Teilnehmer an den Meldorfer Gründungscamps / Projekt in fünf Kreisen und Neumünster aktiv / „energie 4.0 Elektrotechnik“ – ein gelungenes Beispiel für erfolgreiche Gründungen

Meldorf/Marne, 15.03.2018 – Die „energie 4.0 Elektrotechnik“ ist jetzt ein Jahr alt, doch Zeit für einen Rückblick hatten die drei Inhaber bislang nur selten. Denn die Geschäfte des in Neufeld und Marne ansässigen Unternehmens sind vom ersten Tag an gut gelaufen. Jörg Stelling, Iris Kersting und Bastian Pahl können sich daher über Arbeitsmangel nicht beklagen. „Neben dem Aufbau von Photovoltaikanlagen bieten wir auch die technische und kaufmännische Betriebsführung der Anlagen an. Im Portfolie der energie 4.0 befinden sich zudem Energieberatung, Speicherkonzepte, Ener-giemanagement sowie das gesamte Spektrum der Elektroinstallation“, berichtet Stelling.

Bereits vor der Gründung hatten sich die drei Unternehmer von Stefanie Hein im Rahmen des Projekts Startbahn beraten lassen. „Wichtig war es, den Businessplan immer wieder überprüfen zu lassen. Bei all der Technik müssen die Grundlagen so formuliert werden, dass auch Nicht-Experten alles verstehen können“, erklärt Iris Kersting. „Wir sehen uns dabei quasi als Sparringspartner der Existenzgründer und helfen Ihnen, das Fundament des künftigen Unternehmens zu legen“, ergänzt Stefanie Hein.

„energie 4.0“ ist ein gutes Beispiel für die Arbeit im Rahmen des Projekts: Startbahn, das vor genau zehn Jahren ins Leben gerufen wurde und aus dem Landesprogramm Arbeit mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds ge-fördert wird. Im Mittelpunkt des Projekts stehen die Gründungsseminare, die für Nichterwerbstätige auf dem Weg zur Selbstständigkeit angeboten wer-den. Die Teilnehmer erwerben dabei betriebswirtschaftliche Grundkenntnisse; aber auch die Themen Marketing, Recht und Steuern werden angesprochen.

Allein im Centrum für Angewandte Technologien in Meldorf haben im vergangenen Jahrzehnt etwa 1.100 Personen daran teilgenommen. Im Gesamtprojekt, das sich über fünf Kreise und die Stadt Neumünster erstreckt, waren es 5300 Seminarteilnehmer und daraus resultierend 3200 Unternehmensgründungen.

„Die erfolgreichen Existenzgründungen wie am Beispiel der energie 4.0 Elektrotechnik zu sehen ist, sind echte Jobmotoren in der Region. Schließlich schaffen die Gründer nicht nur ihren eigenen Arbeitsplatz, sondern benötigen nicht selten weitere Hilfe bei der Expansion ihres Unternehmens“, erläutert Martina Hummel-Manzau, Geschäftsführerin der egeb: Wirtschaftsförderung, die für das Projekt in den Kreisen Dithmarschen und Steinburg zuständig ist. Die Zahlen belegen diese Aussage, denn seit dem Start sind in der Region auf diese Weise mehr als 1000 Arbeitsplätze entstanden.

Das Startbahn-Konzept und die Inhalte wurden im Laufe der Zeit stetig weiterentwickelt. Mittlerweile verfügen die Experten im CAT, aber auch die Dozenten in den Seminaren über viel Erfahrung in der praxisnahen Begleitung von Gründern aus den verschiedensten Branchen, denen eine Art „kaufmännischer Basiswerkzeugkasten“ an die Hand gegeben wird. Das Konzept baut dabei auf Nachhaltigkeit. Auch nach zwei Jahren – das ergab eine externe Überprüfung – sind neun von zehn Existenzgründern am Markt und schaffen immer wieder neue Arbeitsplätze. Das gilt auch für das Beispiel „energie 4.0“. Neben den drei Inhabern gibt es bereits fünf weitere Mitarbeiter. Gesucht werden zudem Elektroinstallateure und zum 1. August werden die ersten Auszubildenden eingestellt.

Wer nicht erwerbstätig ist und sich mit dem Gedanken einer Selbstständigkeit anfreunden kann, hat beim nächsten Gründungscamp ab dem 16. April Gelegenheit, seine Kenntnisse zu erweitern, bevor es in die Sommerpause geht.

Kontakt: Kornelia Wagner, Tel.04832/996-125, wagner(at)cat-meldorf.de.