29.01.18

Bei Erfolg mehr Geld

Kategorie: Nachrichten, Archiv

André Mewes von der egeb: Wirtschaftsförderung (re.) bedankte sich bei Harm Wiborg für den interessanten Vortrag mit einem „süßen Geschenk“. (Foto: Kienitz/egeb)

Wie Fachkräfte durch eine erfolgsabhängige Entlohnung an das Unternehmen gebunden werden können / Veranstaltung der egeb: Wirtschaftsförderung zur Motivation von Mitarbeitern

Itzehoe, 29.01.2018 – Mehr Lohn für die geleistete Arbeit zu bekommen, ist ein wichtiges Mittel zur Motivation von Mitarbeitern. Wenn das höhere Gehalt jedoch teilweise an die Leistung gekoppelt wird, kann es durchaus kompliziert werden. Wie die Probleme bei der Leistungsbewertung gelöst und welche unternehmerischen Kennzahlen herangezogen werden sollten, erläuterte Harm Wiborg vom Hamburger Beratungsunternehmen hw consultancy auf einer Veranstaltung der egeb: Wirtschaftsförderung in Itzehoe. Zuvor hatte André Mewes von der egeb: Wirtschaftsförderung in das Thema eingeführt und vor allem auf den Fachkräftemangel hingewiesen, der sich in den kommenden Jahren noch verschärfen werde. Mewes und sein Kollege Jürgen Hansen sind in Steinburg und Dithmarschen für die Fachkräfteberatung von Unternehmen zuständig.

„Eine erfolgsabhängige Entlohnung darf nicht bei den Führungskräften aufhören“, lautete der Ansatz von Harm Wiborg, den er gleich zu Beginn seines Vortrags deutlich machte. Seine Begründung leuchtet ein: Während der Erfolg eines Unternehmens im Verkauf und in der Geschäftsführung gefeiert wird, empfinden zum Beispiel die Mitarbeiter in der Produktion dies nur als Mehrarbeit, weil sie selbst finanziell nicht daran teilhaben.

Der Referent empfahl daher ein Konzept zu erarbeiten, bei dem auch nachgeordnete Teams von erfolgreichen Abschlüssen profitieren. Neben einem festen Grundgehalt, das auch nicht unterschritten werden darf, orientiert sich der erfolgsabhängige Anteil an betriebswirtschaftlichen Ergebnisgrößen, die jedoch von Branche zu Branche unterschiedlich gehandhabt werden. Außerdem müssen Teamergebnisse mitberücksichtigt werden, damit sich die Kollegen gegenseitig unterstützen. Als Erfolg müssen nach Ansicht von Wiborg auch Faktoren abseits von höheren Erlösen angesehen werden.

Als Beispiele nannte er eine Verringerung der Retouren oder der Zahlungsausfälle. Die Einführung eines solchen Gehaltssystems ist jedoch mit besonderen Herausforderungen für die Vorgesetzten verbunden. „In unseren Modellen ist Führung sehr wichtig. Außerdem empfehlen wir eine offene und stetige Kommunikation zwischen Geschäftsführung und Mitarbeitern“, erläuterte Wiborg. Darauf aufbauend wirken sich die Maßnahmen postitiv auf das ganze Unternehmen aus, da die Mitarbeiter sich selbst mit einbringen. Ihre Ideen und Vorschläge tragen zu kontinuierlichen Verbesserungen bei.