Landesweit bester Mikrotechnologie-Azubi kommt aus Brunsbüttel

Andrè Mewes (egeb), Knut Pommerenke (Bayer), Matthias Warnecke, Jörg Grimsmann und Christoph Dichte (beide ESCD). (Foto: Schmid/egeb)
Matthias Warnecke absolvierte Ausbildung bei Bayer und ESCD
Brunsbüttel - Der Beruf des Mikrotechnologen ist eine Aufgabe mit Perspektive. Davon ist Jörg Grimsmann, Geschäftsführer der ESCD GmbH in Brunsbüttel (Kreis Dithmarschen), überzeugt. "Diese Fachkräfte werden auf dem Markt händeringend gesucht." Selber einen Ausbildungsplatz anzubieten, war anfangs für ihn nicht ganz einfach. "Die administrative Abwicklung ist sehr aufwendig." Erst als Matthias Warnecke (30), der bei ESCD als Produktionshelfer tätig war, seinen Chef daraufhin ansprach, setzte sich Grimsmann damit auseinander.
Über André Mewes von der egeb: Wirtschaftsförderung hat der ESCD-Geschäftsführer den richtigen Weg gefunden: die Ausbildungsinitiative Rheinland GmbH (AIR) - eine Initiative von Bayer und Lanxess. Kontakte zu Bayer Material Science in Brunsbüttel seien schnell hergestellt und die Kooperation innerhalb kürzester Zeit umgesetzt worden, freut sich Grimsmann über die Unterstützung der egeb.
Offiziell angestellt wurde Warnecke bei Bayer Material Science, die Praxis absolvierte er bei ESCD - einem Elektronikunternehmen, das Leiterplatten maschinell mit winzigen Bauteilen bestückt, und zwar kontinuierlich und in großen Mengen. 60.000 Bauteile werden pro Stunde vollautomatisch verarbeitet. Eingesetzt werden die nach Kundenwunsch angefertigten Platinen in fast allen Bereichen - von der Medizintechnik über die Automobilindustrie bis hin zur Lufttechnik.
"Die Kooperation hat sehr gut funktioniert", so Grimsmann. Auch für Warnecke war es eine Erfolgsgeschichte. Er absolvierte seine dreijährige Ausbildung zum Mikrotechnologen als Bester seines Jahrgangs im Land. Grimsmann ist sichtlich stolz. Denn: "Es ist eine sehr anspruchsvolle Ausbildung." Mittlerweile bildet er einen weiteren Azubi aus und im August beginnen zwei Mikrotechnologen ihre Lehre bei ESCD.
Für Mewes ist dies ein gutes Beispiel dafür, wie kleinere Betriebe von der Industrie profitieren. Jungen Menschen hoch qualifizierte Ausbildungsplätze und damit eine Zukunftsperspektive zu geben, sei gerade in Dithmarschen und Steinburg enorm wichtig. "Wir brauchen in der Region die Fachkräfte", so Mewes. "Die Ausbildungsinitiative von Bayer bietet den Betrieben eine hervorragende Möglichkeit, ihre Mitarbeiter selber zu qualifizieren."
Von insgesamt 25 Lehrstellen bietet Bayer Material Science jährlich zehn über die AIR an. Nicht nur Auszubildende aus Dithmarschen und Steinburg nutzen die Chance. Auch aus dem Hamburger Umland werden Lehrlinge in dem Chemieunternehmen mit Sitz im größten Industriegebiet Schleswig-Holsteins geschult. Mit dabei sind Chemikanten, Elektroniker für Energie- und Gebäudemanagement und Automatisierungstechnik sowie Mechatroniker und auch Kaufleute. "Es ist für kleine und mittlere Betriebe eine Chance, gemeinsam mit einem starken Partner eine Ausbildung anzubieten, die sonst nicht möglich wäre", erklärt Knut Pommerenke, Leiter für Ausbildung und Training bei Bayer Material Science in Brunsbüttel.
Nicht nur bürokratische Hürden schrecken die Betriebe ab, es ist oft auch kostspieliges Equipment, das für eine Ausbildung notwendig, aber längst nicht immer vorhanden ist. In diesen Fällen werden bei Bayer Material Science die Ausbildungsabschnitte in Werkstätten und Laboren durchgeführt. "Wir nehmen den Betrieben das ab, was sie nicht leisten können", so Pommerenke. Zum Teil gehöre sogar die Auswahl von Azubis dazu. "Diese Ausbildungskooperation bietet Jugendlichen neue Perspektiven und garantiert eine praxisnahe Ausbildung." Auch Grimsmann ist von diesem Modell überzeugt und empfiehlt jedem Betrieb, diese Chance zu nutzen und so in die Aufgabe eines Ausbildungsbetriebes hineinzuwachsen.
Für alle Beteiligten ist dies eine "Win-Win-Situation", von der alle profitieren. Die Jugendlichen erhalten eine qualitativ hochwertige Ausbildung und kleine und mittelständische Betriebe können ihre eigenen Fachkräfte ausbilden. Bayer betrachtet das Engagement vor allem als eine gesellschaftspolitische Aufgabe. Zudem kann der Konzern seine mit dem Betriebsrat festgelegte Zahl von rund 1000 Auszubildenden bundesweit erfüllen, ohne dabei über Bedarf zu qualifizieren. Pommerenke: "Ausbildungsförderung hat bei Bayer eine lange Tradition."
Nähere Informationen unter: www.ausbildungsinitiative-rheinland.de
Ansprechpartner für die Medien:
egeb: Wirtschaftsförderung
André Mewes
Elbehafen
25541 Brunsbüttel
Tel. 49 (0)4852 - 838423
mail: mewes(at)egeb.de
Bayer Material Science-Öffentlichkeitsabteilung-Guenter JacobsenFährstraße 5125541 BrunsbüttelTel. 49 (0)4852 - 81 3155Mail: guenter.jacobsen@bayerbms.com
ESCD
Jörg Grimsmann
Fährstraße 33
25541 Brunsbüttel
Tel. 49 (0)4852 - 8396023
Mail: J.Grimsmann(at)escd.net