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26.06.12

Wirtschaftsförderung: Steinburg ist Spitze in Schleswig-Holstein

Kategorie: Nachrichten
Von: Dr. Hans-Jürgen Hett

 

Rund 61 Millionen Euro Fördermittel aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft sind von 2007 bis 2011 in den Kreis Steinburg geflossen. Damit liegt der Kreis noch vor Kiel und Lübeck an erster Stelle unter den Kreisen und kreisfreien Städten in Schleswig-Holstein.

Seit 2007 sorgt die egeb: Wirtschaftsförderung mit ihrer Tochtergesellschaft Projektgesellschaft Norderelbe mbH dafür, dass Fördergelder in den Kreis Steinburg fließen. Da jetzt die Vorjahreszahlen landesweit vorliegen, wird nach fünf Jahren eine erste Bilanz gezogen: von 2007 bis 2011 sind etwa 61 Millionen Euro Fördermittel von EU, Bund und Land aus dem Zukunftsprogramm Wirtschaft im Kreis Steinburg an insgesamt 52 Projekte vergeben worden. "Das ist ein sehr gutes Ergebnis für den Kreis. Die Fördermittel stärken den Standort und helfen, die wirtschaftsnahe Infrastruktur auszubauen", betont Dr. Heinz Seppmann, erster stellvertretender Landrat des Kreises Steinburg.

Beim Jahresgespräch zwischen Landrat, Projektgesellschaft und egeb: Wirtschaftsförderung zeigte sich, wie viele Projekte im Kreis Steinburg bereits von Fördermitteln des Zukunftsprogramms Wirtschaft profitieren konnten. Beispiele für die erfolgreiche Förderung sind unter anderem regionale Projekte wie das Gewerbegebiet "Scheeperkoppel" in Schenefeld oder die Optimierung des Fernradweges "Mönchsweg". Aber auch Netzwerkprojekte, wie etwa das regionale Entwicklungskonzept für die A 23/B 5 oder das Konversionsmanagement für den Kreis Steinburg wurden gefördert. Des Weiteren gibt es neben den regionalen auch landesweite Projekte, die dem Kreis zu Gute kommen. Die Radkoordinierungsstelle Schleswig-Holstein oder das Clustermanagement windcomm für die Windenergiebranche sind Beispiele hierfür.

Im Vergleich zu den bewilligten Summen im Bereich der öffentlichen Innovationsförderung und der einzelbetrieblichen Förderung ist die Fördersumme für die regionalen Projekte mit rund 3,1 Millionen Euro allerdings eher nachrangig. Allein 37,3 Millionen Euro wurden im Bereich "Innovation" für drei Vorhaben des Fraunhofer Instituts für Siliziumtechnologie (ISIT) in Itzehoe bewilligt. Mit rund 20,2 Millionen Euro wurden Investitions- und Innovationsvorhaben von Steinburger Unternehmen unterstützt, wobei auch die beiden größten einzelbetrieblichen Fördermaßnahmen landesweit zwei heimischen Firmen zu Gute kamen: etwa 8,4 Millionen Euro flossen nach Glückstadt und 5,1 Millionen Euro nach Büttel.

"Mit der Förderung konnten Gesamtinvestitionen von über 200 Millionen Euro im Kreis Steinburg ausgelöst werden. Das zeigt einerseits, wie stark der Wirtschaftsstandort ist und andererseits auch, welche positiven Auswirkungen Fördermittel haben", so Dr. Hans-Jürgen Hett, Geschäftsführer der egeb: Wirtschaftsförderung.Das Zukunftsprogramm Wirtschaft ist das zentrale Förderprogramm für die Regionalentwicklung und die Wirtschaft in Schleswig-Holstein. Es endet 2013. Bis dahin hofft der Kreis, noch weitere Fördermittel akquirieren zu können. "Aber wir sind sehr zuversichtlich, dass auch ab 2014 in einem neuen Förderprogramm mit Unterstützung der egeb: Wirtschaftsförderung und der Projektgesellschaft Norderelbe wieder reichlich Fördermittel in den Kreis fließen werden, damit sinnvolle und notwendige Projekte umgesetzt werden können", erklärt Seppmann.

Die Projektgesellschaft Norderelbe mbH ist die regionale Geschäftsstelle für die Region Südwest für das Zukunftsprogramm Wirtschaft und hat zum Ziel, die Wirtschaftsstruktur in den Kreisen Dithmarschen, Pinneberg, Segeberg und Steinburg sowie der Stadt Neumünster zu verbessern. Sie ist eine Gesellschaft der egeb: Wirtschaftsförderung (Entwicklungsgesellschaft Brunsbüttel mbH) und der WEP (Wirtschaftsförderungs-, Entwicklungs- und Planungsgesellschaft des Kreises Pinneberg mbH).

Weitere Informationen zu Fördermöglichkeiten im Zukunftsprogramm Wirtschaft und zur Projektgesellschaft Norderelbe mbH finden Sie unter Öffnet externen Link in neuem Fensterwww.pg-norderelbe.de. Erreichen können Sie die Projektgesellschaft Norderelbe mbH auch telefonisch unter 04821 17888-0. Die Arbeit der regionalen Geschäftsstelle wird von der Europäischen Union, Europäischer Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), dem Land Schleswig-Holstein sowie den Kreisen Dithmarschen, Pinneberg, Segeberg und Steinburg sowie der Stadt Neumünster gefördert.

In das Zukunftsprogramm Wirtschaft fließen im Zeitraum 2007 - 2013 rund 704 Millionen Euro für die wirtschafts- und regionalpolitische Förderung in Schleswig-Holstein, davon rund 374 Mio. Euro aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE), rund 208 Mio. Euro aus der Bund-Länder-Gemeinschaftsaufgabe "Verbesserung der regionalen Wirtschaftsstruktur" (GRW) sowie ergänzende Landesmitteln in Höhe von rund 122 Mio. Euro.